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Bilder aus dem inneren einer lebenden Zelle

Mikroendoskopie Symbolbild

Das Endoskop ist heute ein Standard-Instrument in der modernen Medizin – Ärzte können damit ins Innere des Körpers blicken. Forschern ist es nun gelungen, dieses Prinzip auf die Zellebene zu schrumpfen:

Ein Nano-Endoskop kann in lebende Zellen hineinblicken, ohne diese zu beschädigen. Das winzige Gerät eigne sich auch dazu, gezielt Wirkstoffe in bestimmten Bereichen einer Zelle zu platzieren, berichten die Wissenschaftler.

Die Technik basiert auf Glasfasern, die nur wenige Tausendstel eines Millimeters dick sind. So sind die Forscher in der Lage, zerstörungsfrei in eine Zelle einzudringen. Ein noch dünnerer Draht an der Spitze des Nano-Endoskops überträgt dann Laserlicht in das Innere der Zelle, das die dortigen Strukturen abtasten kann. Dadurch können die Forscher biologische Prozesse in hoher räumlicher und zeitlicher Auflösung untersuchen. Durch Versuche konnten sie bereits ebenfalls zeigen, dass sich das Miniatur-Endoskop eignet, gezielt Substanzen in bestimmte Bereiche der Zelle einzubringen: Es kann Stoffe an der Spitze tragen und bei Bedarf ablegen.

(Peidong Yang vom Lawrence Berkeley National Laboratory et al.: Nature Nanotechnology, doi: 10.1038/nnano.2011.226)

Text: wissenschaft.de / Bild: bilderbox.com






18.01.2012

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